Ernährung

Fette
40%
Proteine
30%
Kohlenhydrate
30%
nutrition

die Power der mitochondrien

Mein größtes Interesse galt immer schon der Ernährung und durch meine eigenen Erfahrungen weiß ich wieviel man mit der richtigen Ernährung erreichen kann. Doch gesund und leistungsorientiert zu essen, muss dabei überhaupt nicht kompliziert sein. Vor allem die kohlenhydratreduzierte Ernährungsform hat es mir hier angetan. Und so fing ich 2016 an, mich ketogen zu ernähren. Bis dato bin ich lowcarb unterwegs, da es sich für mich im Alltag als viel praktikabler erwies. Anfangs war der Grund für die ketogene Ernährung eine leichte Schilddrüsenunterfunktion gegen die ich über 10 Jahre Tabletten einnahm. Ich wußte immer schon, dass man viele Krankheiten mit der richtigen Ernährung in den Griff bekommt. Mein Interesse für diese Ernährungsform wuchs während meinen Recherchen immer stärker und dabei las ich mich in hunderte Artikel und Studien ein, um es schlussendlich dann selbst an mir zu testen. Der Anfang einer Ernährungsumstellung ist immer eine Herausforderung, aber schon bald erkannte ich die Vorzüge der ketogenen bzw. lowcarb Ernährung. Während der Umstellungsphase hatte ich nie Heisshungerattacken oder das Gefühl es würde mir dabei an etwas fehlen. Vor allem aber waren der geistige Fokus und meine Konzentrationsfähigkeit überdurchschnittlich hoch. Da das Gehirn Ketonkörper verwendet und nicht mehr überzuckert wird, erscheint es mir plausibel warum sich auch das Denkvermögen verändert. 

 

 Sport ohne Carbs?

Doch warum verzichte ich gerade als Leistungssportlerin auf Kohlenhydrate? Das scheint ja für viele Aussenstehende immer noch nicht nachvollziehbar zu sein. Und Kohlenhydrate haben zudem auch noch den besten Ruf wenn es um Leistung geht… Doch das Zauberwort heisst „Mitochondrien“. 

 

Mitochondrien sind die wahren Kraftwerke der Zellen in unserem Körper. Ihre Hauptaufgabe ist unter anderem die Produktion von Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat). ATP ist der Energieträger den all unsere Zellen benötigen, um einwandfrei zu funktionieren. Doch bevor ich das Thema komplizierter mache als es ist, geht es auch einfacher und kürzer… Also der Körper befindet sich in einem ständigen Auf- und Abbau und auch die Mitochondrien tun dies. Je höher der Energiebedarf der Zelle ist, wie zum Beispiel während sportlicher Betätigung, desto mehr Mitochondrien werden gebildet. ATP wird von den Mitochondrien gebildet und zwar aus Kohlenhydraten und Fetten. Dabei ist es für die Mitochondrien energetisch viel einfacher Kohlenhydrate für die Verbrennung heranzuziehen. Es entstehen bei der Glukoseverbrennung leider immer mehr freie Radikale als bei der Fettverbrennung, dies bedeutet auch gleichzeitig, dass der Alterungsprozess dadurch forciert wird. Und mal ganz ehrlich, wer möchte schon freiwillig schneller altern?! Je mehr Mitochondrien desto besser, aber wie vermehre ich diese nun? Es gibt hier zum Glück einige Methoden wie zum Beispiel Kältetraining, Höhentraining, Ausdauertraining, Fasten und die ketogene Ernährung! Ja genau, mit dieser Ernährungsform reduziert man die Entstehung freier Radikale und vermehrt gleichzeitig seine Mitochondrien. Wenn man schon versucht im Training alles zu geben, warum dann nicht auch an der Ernährung feilen. Denn mehr Mitochondrien bedeutet auch mehr Leistung!

Lowcarb ist geil

Durch den Verzicht von Kohlenhydraten in der Ernährung wird der Stoffwechsel auf Dauer umgestellt. Der Körper adaptiert sich, baut vermehrt Mitochondrien auf und verwendet Fette und Ketonkörper als Energiequelle. Der Insulinspiegel bleibt konstant niedrig, dabei geben die Fettzellen bevorzugt Fettsäuren frei. Die Muskulatur kann diese Fettsäuren direkt verbrennen oder sie werden in der Leber zu Ketonkörpern umgewandelt. Die  wichtigsten Vorteile für mich waren: sehr geringe Blutzuckerschwankungen, eine dauerhaft konstant hohe Fettverbrennung,  eine verbesserte Ausdauerleistung, keinen Heisshunger und weniger Konzentrationsschwankungen. Dies sind aber nur ein paar Vorteile von vielen. Der Verzicht von Zucker kann unter anderem auch entzündungshemmend wirken und das Hautbild im Gesicht verbessern. Der Grund warum der Körper so gut auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung anspricht, ist der Verzicht auf Zucker zugunsten der Nahrungsfette. Der Körper lernt im Laufe der Zeit mit dem Fett leistungsfähiger zu werden. Er wird diesbezüglich sehr effizient, da für die Kalorienverbrennung hauptsächlich die Fette für den Organismus zur Verfügung stehen. Fett hat man ja bekanntlich genug, auch wenn man sehr schlank ist. Ich kann mit einem angepassten Fettstoffwechsel lange sportliche Leistungen erbringen ohne Einbussen befürchten zu müssen. Man kann aber mit den Kohlenhydraten spielen und sich am Ende eines Wettkampfes mit einer geringen Zugabe von Kohlenhydraten dann nochmals pushen. Ich nenne dies auch Carbcycling und benutze diese Herangehensweise auch im Alltag. Ich halte mein Gewicht mit dieser Ernährungsform das ganze Jahr über konstant, auch in der Offseason und das ist für eine Leistungssportlerin schon sehr angenehm. Auch meine Schilddrüsenwerte sind nicht schlechter geworden, im Gegenteil, ich konnte mir bis dato 3 Jahre Tabletteneinnahme ersparen. 

 

 

 

 

 

 


Das ist aber alles meine eigene Meinung. Ich bin keine Ärztin und all diese Erfahrungen waren meine eigenen. Das muss also nicht für jeden gelten. Mittlerweile muss ich auch vieles revidieren. Es gibt keine perfekte Ernährungsform, denn auch Ernährung ist Kopfsache. Wenn ich absolut von einer Ernährungsform überzeugt bin, dann wird sie für mich auch funktionieren. Niemand wird mir etwas anderes aufdrängen können und ansonsten beginnen ab diesem Zeitpunkt die Diskussionen. Es wird ja mittlerweile wie eine Religion gehandhabt. Aber da du auf meiner Seite gelandet bist, liest du dir meine Herangehensweise auch freiwillig durch 😉